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New York Concert Review

„Ein New York Debüt von außergewöhnlicher Auszeichnung spielte die Pianistin Quynh Nguyen am 3. März in der Weill Hall als Teil der Artists International Debut Winners Darbietungen. Quynh Nguyen, die aus einer vietnamesischen Musikerfamilie stammt, spielte ihre erste Rezitation im Alter von nur neun und hatte ihr Orchesterdebüt mit elf mit einem Vortrag von Mozarts Concerto No. 20 in d-Moll, KV 466. Im gleichen Jahr gab sie eine Rezitation in Moskau, und mit dreizehn erhielt sie ein Vollstipendium zum Studium am Gnessin Institut in Moskau. Sie setzte dann ihr Studium als Stipendiatin an der Juilliard School und dem Mannes College of Music fort, wo sie ihre akademischen Grade Bakkalaureat und Magister mit Auszeichnungen absolvierte. Derzeit studiert sie für ihr Doktorat in dem DMA Programm an der City University of New York (CUNY). Zu ihren Lehrern zählen Oleg Mussorin, Robert Turner, Bella Davidovich, Alexander Paley, Jacob Lateiner und Jerome Rose. Dazu, wie aus ihrer Kurzbiographie in den Rezitationsanzeigen hervorgeht, „trat sie in Meisterklassen auf, erteilt von Tatiana Nicoleiva, Garrick Ohlsson, Bryce Morrison, Pavlina Dokovska, Peter Frankel, Richard Goode und András Schiff“. Quynh Nguyen verfügt in der Tat über eindrucksvolle Auszeichnungen und es ist daher kein Wunder, dass sie in verschiedenen Klavierwettbewerben gewann und weltweit umfangreiche Konzerterfahrung erwarb—in Ungarn, Deutschland, der Schweiz, Österreich und in den Vereinigten Staaten.
In diesem Traum von einer Rezitation wurden meine innigsten Hoffnungen und Erwartungen glänzend erfüllt und übertroffen. Klavierspiel und Musikkreation von Quynh Nguyen sind mit Schönheit und Freude begnadet. Sie ist eine wahre Künstlerin; eine wunderbar kommunikative Interpretin, offensichtlich berauscht von der Freude ihre Musik zu durchleben und sie mit denen zu teilen, die das Glück haben, diese, ihrer Seele entspringen zu hören. Welch eine Vollkommenheit von Intellekt, Verfeinerung und Geschmack! Und sie ist (in ihrer unaufdringlichen Art) ebenfalls eine hoch anerkannte Virtuosin, ausgestattet mit der Gabe, selbst einige der schwierigsten und subtilsten Kompositionen in ihrem Programm zu vermitteln (J.S. Bachs Englische Suite in g-Moll, BWV 808, Schuberts Klaviersonate in D-Dur, Op. 53, D. 850; und drei von Chopins außergewöhnlichsten Meisterwerken, seinem Scherzo No. 4 in E-Dur, Op. 54; seiner späten Nocturne in Es-Dur, Op. 55, Nr. 2; und das frühe, jedoch fordernde Andante Spianato und Grande Polonaise, Op. 22).
Die Bach Suite beflügelte in einer ansteckenden Begeisterung. Ihre beschwingte Art mit der eröffnenden Prälude könnte anfangs zu halsbrecherisch überstürzt erscheinen, jedoch war die rhythmische Kontrolle stets sicher und bewundernswert gleichmäßig. Die nachfolgenden Allemande, Courante, Sarabande, Gavotte und Gigue teilten alle jenen gleichen strahlenden Gesangston. Die Sarabande war besonders maßvoll und eloquent und sie brachte einen erfrischenden Humor ein, in ihrer flinken Ausführung der Gavotte (mit den tamburinähnlichen sich wiederholenden Bassnoten in der zweiten Tonfolge köstlich und geschmackvoll betont; und das fast Schumannesque Maggiore, als zentrales Trio vortrefflich genossen).
Der erste Satz der Schubert Sonate flog in einem beinahe unartigen Anschlag dahin. An dieser Stelle, falls überhaupt ein Vorbehalt angebracht sei, könnte Quynh Nguyen vielleicht eine um Haaresbreite kräftigere Intonierung und Atempause erlaubt haben, um das Äußerste aus dieser extrem Beethovenschen Komposition zu gestalten. Dessen ungeachtet war das denkbar knifflige und flinke Überkreuzen der Hände unter rhythmischer Kontrolle bewundernswert (keine verzweifelte Art Schnabelbewegung dieses Mal!). Und wie Quynh Nguyen treffsicheres Gefühl für Modus, Koloratur und Takt im potentiell repetitionsbehafteten Con Moto den zweiten Satz beschwingte! (All die unzähligen Variationen des Filigrans waren herrlich kreativ, einnehmend und verbindend, und nicht ein einziges Mal erlahmte das Interesse). Für diesmal gab es kein „Redigieren“ des Rhythmus im Allegro Vivace Scherzo (nochmals: hatte sich doch diese „Tradition“ beinahe reflexiv durch die berühmte alte Schnabelaufnahme durchgesetzt), und retrospektiv war es eine angenehme und unvoreingenommene Abkehr vom Präzedenzfall. Das Rondo: Allegro Moderato, etwas schneller angegangen als gewöhnlich, in vergnüglich rekreierter Qualität, gleich des Kinderreimes „Sing a Song of Six Pence“ in dieser flotten und lieblichen Version.
Und so ging es nach der Pause weiter mit der zugehörten Chopin Gruppe: Das vierte Scherzo hat eine beinahe Mendelssohnsche Mitsommernachtstraum ähnelnde Qualität. Die Filigranarbeit wurde schelmisch hinuntergestürzt, die Oktaven wohltönend am Platze, und der zentrale Trioeinsatz wurde wieder ohne Aufhebens oder Verzerrung erreicht. Die Nokturne war, falls möglich, sogar besser?der absolute Höhepunkt des Nachmittags: Niemals bisher habe ich es ausdrucksvoller spielen gehört, weder von Ignaz Friedman, Perahia, Horowitz, Rubinstein–oder überhaupt jemandem, dessen Interpretationen im Gedächtnis und Gehör nachwirken. (Ja, diese Aufführung war wahrhaftig erhaben). Das Andante Spianato hatte eine klassische Simplizität und Proportion, und die nachfolgende Grande Polonaise–welch ein Glanz und eine Eleganz–mit einigen effektvollen Erwartungen und Amplifikationen der Oktaven, welche die Handlungen überaus elegant und einprägsam machen.
Wir werden ohne Zweifel regelmäßig sehr viel mehr von Quynh Nguyen hören: Merken Sie sich ihren Namen!“
International Piano Magazine
Die in Hanoi, Vietnam geborene Pianistin Quynh Nguyen, geboren 1976, jetzt amerikanische Staatsbürgerin, studierte an der Juilliard School und dem Mannes College of Music, New York, nach Debüts in Hanoi und einem frühen Unterricht am Gnessin Institut in Moskau, wo sie unter Oleg Musorin studierte. Unter ihren Lehrern in New York waren Martin Canin, Jerome Rose, Jacob Lateiner, Bella Davidovich und Robert Turner. Sie war auf Konzertreisen in Ungarn, Deutschland, der Schweiz, Österreich und in den Vereinigten Staaten. Sie ist hoch talentiert mit einer zarten Musikalität, vereint mit einer blendenden geschickten Balance zwischen den Händen, die ihre Ausführungen von Schubert und Chopin, zu hören auf einer neuen CD, unwiderstehlich machen. In Chopins Nocturne in Es-Dur klingen ihre Triller in einer reinen Schärfe, die vollkommen dieser Musik entspricht, während sie den fröhlichen Anschlag zum Ausdruck bringt, der so notwendig ist bei den Glanzstücken dieses Komponisten: Andante Spianato & Grand Polonaise.
Als Quynh Nguyen ihr Solovortragsdebüt im vergangenen Jahr in der Weill Hall gab, wurde sie mit einer schwärmerischen Begrüßung von dem gewöhnlich zurückhaltenden Klavier-Connaisseur Harris Goldsmith begrüßt, der erklärte: „Quynh Nguyens Klavierspiel und musikalische Kreativität sind mit Schönheit und sprudelnder Laune begnadet. Sie ist eine wahre Künstlerin; eine wunderbar kommunikative Interpretin, offensichtlich berauscht und erfüllt im Erleben ihrer Musik, in dem sie dies mit jenen teilt, die das Glück haben, diese aus ihrer Seele entspringen zu hören. Welch eine Vollkommenheit von Intellekt, Verfeinerung und Geschmack! In der Tat, Quynh Nguyens Schubert klingt frisch und beschwingt, mit einer Art von poetischer Annäherung verbunden mit digitaler Gewandtheit in der Tradition des verstorbenen russischen Virtuoso Yuri Egorov, jedoch geschmeidiger und ausdauernder als der spritzige Egorov gemeinhin klang... .
Selten hört man einen jungen Künstler mit solch natürlich dahin fließendem Gefühl melodischer Zeilen – lebendig und ungezwungen – was ein ungehemmtes Atmen der Musik gestattet. Diese flexible Art des Spiels bringt Poesie und Gefühle in einer Art organischer Erweiterung zur Geltung. Quynh Nguyen ist bereits ein hervorragendes Talent einer jungen Künstlergeneration von Pianisten, neben Klara Wurtz und Irina Rees.“.
Boston Globe
Vergangenheit ist Gegenwart für die ausdrucksvolle Pianistin Nguyen, Thuy Quynh
Präsentiert durch die: Vietnamesische Kulturgesellschaft
Ort: Pickman Auditorium der Longy School of Music
Die vietnamesische Pianistin Quynh Thuy Nguyen, 27, studierte Musik in ihrem Geburtsland Vietnam, in Russland, und in den USA (New York), und gewann uneingeschränkte Bewunderung durch eine Reihe von bekannten Kritikern und Kennern.
Sie veranstaltete ihr örtliches Debüt Samstagabend und es war leicht zu verstehen, warum selbst Zuhörer, die schwer zu zufrieden zu stellen sind, sie so begeistert feierten. Sie ist eine musikalisch sehr ausdrucksvolle Pianistin, die einen flexiblen singenden Klang beherrscht. Dabei ist sie oft empfindsam und poetisch und, wenn sie lebendigen Rhythmus, prickelnde Modulationen und ungestüme Virtuosität vermischt--wie in Chopins „Andante Spianato & Grand Polonaise“ oder in dem Chopin Walzer, den sie als aufwallenden Zugabe offerierte--wußte sie zu begeistern.
Quynh eröffnete mit einer außergewöhnlichen Sonate in f-Moll von Muzio Clementi, die sie opernhaft und im romantischen Stil spielte. Ihr Vortrag von Ravels „Le Tombeau de Couperin“ war erstaunlich: sie übertrifft alles was Eleganz, Proportion, Balance, Geschmack und Verstand anbetrifft. Schumanns „Kreisleriana“ war beinahe zu prächtig gespielt, mit einem verfeinert, ausgeklügelten Zwischenspiel der inneren Stimmen...
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